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Vor der Parlamentswahl in Italien ist der Wahlkampf in die entscheidende Phase

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Vor der Parlamentswahl in Italien ist der Wahlkampf in die entscheidende Phase

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getreten. Am Abend werden Regierungschef Silvio Berlusconi und sein Herausforderer Romano Prodi in einem weiteren Fernsehduell um noch unentschlossene Wähler kämpfen – nach letzten Umfragen ist das jeder vierte im Land.

Für Verwirrungen im Wahlkampf sorgten in den vergangenen Tagen Spekulationen um eine Erbschaftssteuer, die Prodis Mitte-Links-Bündnis einführen will. Für Antonio Tajani von der Forza Italia war das ein schwerer Fehler kurz vor der Wahl: “Die Linke hat den Kopf verloren. Ihnen ist klar geworden, dass die Italiener begriffen haben, dass ihr Bündnis die Steuern anheben will. Deswegen wird Berlusconi jetzt in der Wählergunst vorn liegen.” Unklar war, ab welchem Betrag die Erbschaftssteuer erhoben werden soll. Politiker des Mitte-Links-Bündnis hatten sich in diesem Punkt widersprochen. Fausto Bertinotti, von der Partei Rifondazione Communista, relativiert: “Es ist natürlich klar, dass der, der ein, zwei oder drei Häuser hat, nichtsbefürchten muss. Die Erbschaftssteuer wird nur bei großen Besitztümern greifen.” Die Steuern sind ein wichtiges Thema in diesem Wahlkampf. Sie werden sicherlich auch am Abend im Fernsehduell angesprochen werden. Berlusconi kündigte bereits an, sich diesmal besser vorzubereiten. Er gilt als Verlierer des Duells vor etwa drei Wochen. Aus Erfahrung mit der ersten Sendung rechnet die Fernsehanstalt RAI wieder mit Rekordeinschaltquoten.