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Zusammenstöße in der Türkei gehen weiter

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Zusammenstöße in der Türkei gehen weiter

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Die Spannungen in der Türkei nehmen weiter zu. Seit etwa einer Woche kommt es täglich zu Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Sicherheitskräften im Südosten des Landes. Mindestens 15 Menschen wurden dort bislang getötet.

Die Unruhen begannen nach einem Begräbnis von Mitgliedern der verbotenen Kurdenpartei PKK, die bei Gefechten mit der Armee getötet worden waren. Es sind die schlimmsten Zusammenstöße seit Jahren. Allein in der Stadt Diyarbakir nahmen Sicherheitskräfte mehr als 330 Demonstranten in Untersuchungshaft – unter ihnen auch Kinder und Jugendliche. In Istanbul kamen gestern bei einem Brandanschlag auf einen Bus drei Menschen ums Leben. Laut einem türkischen Fernsehsender wurden Parolen der PKK gerufen. Bereits am Freitag hatte es in Istanbul einen Anschlag gegeben, zu dem sich eine kurdische Splittergruppe bekannte. Die Europäische Union hatte Ankara wiederholt aufgefordert, die kulturellen Rechte der kurdischen Minderheit zu fördern und die Armut im Südosten des Landes zu bekämpfen.