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Arcelor will Aktionäre im Kampf gegen Übernahme durch Mittal bei der Stange halten

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Arcelor will Aktionäre im Kampf gegen Übernahme durch Mittal bei der Stange halten

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Im Kampf gegen eine drohende feindliche Übernahme durch Mittal Steel hat der Luxemburger Stahlkonzern Arcelor weitere Verteidigungsmaßnahmen ergriffen.

Mit einer weiteren Dividendenanhebung und einer hohen Sonderausschüttung will Vorstandschef Guy Dolle die Aktionäre bei der Stange halten. Der Konzern kündigte für 2005 eine Dividendenerhöhung auf einen Euro 85 pro Aktie an. Die Extra-Zahlung von fünf Milliarden Euro solle erfolgen, wenn Mittal mit seinem Übernahmeversuch gescheitert sei, hieß es.

Arcelor kündigte außerdem an, seinen Anteil am kanadischen Dofasco-Konzern an eine niederländische Stiftung zu übertragen. Im Falle einer Übernahme durch Mittal Steel soll der automatische Weiterverkauf von Dofasco verhindert werden. Weltmarktführer Mittal Steel will Arcelor für 18,6 Milliarden Euro übernehmen.

Ob die Aktionäre Arcelor die Treue halten, ist offen. An der Börse reagierten Anleger auf die angekündigten Ausschüttungen erstaunlich zurückhaltend. Mehr als 86 Prozent der Arcelor-Anteile befinden sich in Streubesitz. Größter Einzelaktionär ist der luxemburgische Staat mit einem Anteil von 5,6 Prozent. Die Regierung des Großherzogtums lehnt die Übernahme durch Mittal ab, will aber nicht aktiv dagegen vorgehen. Mittal hofft, die Übernahme in drei Monaten abzuschließen.