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Hochwasser-Situation bleibt kritisch - Vorbereitungen auf Wasserhöchststand

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Hochwasser-Situation bleibt kritisch - Vorbereitungen auf Wasserhöchststand

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Einen Tag vor dem voraussichtlichen Höhepunkt des Hochwassers bleibt die Lage in Tschechien angespannt. Die tschechische Regierung hatte am Sonntag für mehrere betroffene Regionen den Notstand ausgerufen. Insgesamt hat das Hochwasser dort bereits sieben Menschenleben gefordert. Rettungskräfte bereiteten sich auf den so genannten Hochwasserscheitel vor. Zehntausende Tschechen mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden.

Auch in der ungarischen Hauptstadt Budapest wurde am Dienstag mit dem Höchststand der Donau gerechnet. Mehr als 10.000 Helfer bauten Dämme aus Sandsäcken. Der ungarische Ministerpräsident rief am Montag den Notstand für die besonders betroffenen Gebiete im Norden aus. Mehr als 400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Im österreichischen Bundesland Niederösterreich brach am frühen Montagmorgen ein Damm an der March, die daraufhin den Ort Dürnkrut überflutete. 250 Häuser wurden evakuiert. Wer nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnte, wurde in Turnhallen von Schulen untergebracht. Der Dammbruch legte auch die internationale Bahnverbindung nach Tschechien lahm. Im deutschen Bundesland Sachsen erwartete man ebenfalls für Dienstag den Hochwasserscheitel. Feuerwehrmänner und Helfer errichteten Dämme aus Sandsäcken, Polizisten sperrten die Uferstraßen und brachten Anwohner in Sicherheit. Nach offiziellen Angaben sind mehr als 4000 Menschen unmittelbar vom Hochwasser betroffen. Dennoch betonte der sächsische Ministerpräsident, dass die Lage nicht mit der Jahrhundertflut von 2002 verglichen werden dürfe – es sei nicht angemessen, Sachsen nun als Katastrophenland zu bezeichnen.