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Moussaoui droht die Todesstrafe

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Moussaoui droht die Todesstrafe

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Im einzigen US-Terrorprozess zu den Anschlägen vom 11. September droht dem Angeklagten die Todesstrafe. Vor dem US-Bundesgericht in Alexandria kamen die Geschworenen zu dem Schluss, dass er grundsätzlich hingerichtet werden kann. Sie sahen es als erwiesen an, dass der Franzose Zacarias Moussaoui in die Anschlagspläne eingeweiht war. Dadurch sei er indirekt für den Tod von rund 3000 Menschen verantwortlich. Moussaoui war kurz vor dem 11. September festgenommen worden.

Er hatte zuerst bestritten, in die Anschläge verwickelt gewesen zu sein. Erst vor wenigen Tagen sagte der Angeklagte aus, er habe als 20. Flugzeugentführer eine Maschine ins Weiße Haus steuern sollen. Einige Prozessbeobachter glauben, dass er durch das Geständnis nur die Todesstrafe forcieren und dadurch zum Märtyrer werden will. Diese Hinterbliebene hofft jedoch auf eine Hinrichtung. Sie zitiert den Angeklagten mit den Worten “Ihr werdet meine Seele nicht bekommen” und fügt hinzu: Dieser Mensch habe weder Seele noch Gewissen. Nun beginnt die zweite Phase des Prozesses, in dem es nicht mehr um die Schuldfrage, sondern um die Schwere der Schuld geht. Dazu sollen Hinterbliebene aussagen und Aufzeichnungen mit dramatischen Hilferufen vorgespielt werden.