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Prozess zum 11. September: Moussaoui droht die Todesstrafe

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Prozess zum 11. September: Moussaoui droht die Todesstrafe

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“Die Jury hat entschieden, dass das Todesurteil in diesem Fall grundsätzlich in Frage kommt.” Mit diesen Worten gab Gerichtssprecher Edward Adams die Entscheidung der Geschworenen bekannt: Diese sahen es im Terrorprozess gegen den Franzosen Zacharias Moussaoui als erwiesen an, dass der gebürtige Marokkaner für die Anschläge vom 11. September 2001 mitverantwortlich ist und daher die Todesstrafe gegen ihn verhängt werden kann. Für die Staatsanwaltschaft ist diese Entscheidung ein wichtiger Erfolg.

In der nächsten Prozessphase werden die Aussagen von Angehörigen der Opfer gehört. Danach müssen die Geschworenen entscheiden, ob Moussaoui tatsächlich hingerichtet oder zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Viele Hinterbliebene der Toten des 11. September hoffen auf ein Todesurteil. “Ich denke, Moussaouis Tod wird den Familien und all jenen auf der Welt Trost bringen, die von der Tragödie des 11. September betroffen sind”, meint einer von ihnen. Moussaoui hatte sich bereits in mehreren Anklagepunkten schuldig bekannt. Die Verteidigung versuchte vergeblich, ihn bloß als unbedeutenden Mitläufer darzustellen. Der Prozess gegen ihn ist das einzige Verfahren in den USA, das in Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September steht.