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Skandal an der Costa del Sol

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Skandal an der Costa del Sol

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Die spanische Regierung hat wegen Korruptionsverdachts die Amtsenthebung des gesamten Stadtrats von Marbella beschlossen. Die stellvertretendeMinisterpräsidentin Maria Teresa Fernandes de la Vega sagte nach einer Sondersitzung in Madrid, es handle sich um eine historische Entscheidung in der Geschichte der spanischen Demokratie. Die Polizei hatte in der vergangenen Woche die Bürgermeisterin von Marbella, Marisol Yague, ihre Stellvertreterin, die Mitglieder des Stadtrats sowie Hintermänner festgenommen.

Ermittler der Polizei konfiszierten Besitztümer im Wert von 2,4 Milliarden Euro. Dazu gehörten spanischen Medienberichten zufolge Villen, Juwelen, Luxusautos, ein Hubschrauber und ein Tiger.Während die Clique um die Bürgermeisterin sich bereicherte, sei die Stadtverwaltung des Nobelbadeortes an der Costa del Sol praktisch bankrott. Die Schulen haben kein Geld mehr für Putzdienste. In der städtischen Bibliothek fangen Plastikeimer das durch die Decke tropfende Regenwasser auf.