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Nach wochenlangen Protesten: Thailändischer Regierungschef gibt auf

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Nach wochenlangen Protesten: Thailändischer Regierungschef gibt auf

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Der thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra hat seine Amtgeschäfte nieder gelegt. Aus gesundheitlichen Gründen werde er vorerst in Urlaub gehen, sagte der Regierungschef. Gestern hatte er seinen Rücktritt für Anfang Mai angekündigt.

Sein bisheriger Stellvertreter, Chidchai Wananasatidya übernimmt die Regierungsgeschäfte kommissarisch. Thaksin wird Amtsmissbrauch und Korruption vorgeworfen. Nach anhaltenden Massenprotesten der Opposition gegen den Regierungschef hatte es am Wochenende vorgezogene Neuwahlen in Thailand gegeben. Viele Menschen waren dem Aufruf der Opposition gefolgt, die Wahlen zu boykottieren. Gestern hatte der Ministerpräsident angekündigt, noch bis zur ersten Sitzung des Parlaments in 30 Tagen im Amt bleiben zu wollen. Die Opposition begrüßte heute den Rückzug des Regierungschefs, verwiesen jedoch darauf, dass damit ihre Forderungen nach politischen Reformen in Thailand nicht erfüllt seien. Als Milliardär und Geschäftsmann habe Thaksin die Gesetzgebung zu seinem Vorteil beeinflusst. Zuletzt hatte er Unternehmensanteile seiner Familie steuerfrei verkauft. Das Geschäft war erst durch ein kurz zuvor erlassenes Gesetz ermöglicht worden.