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Berlusconi greift Justiz an

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Berlusconi greift Justiz an

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Kurz vor der Parlamentswahl in Italien hat Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Justiz scharf angegriffen. Mit Blick auf einen neuen Prozess, der ihm wegen Bestechung droht, sagte Berlusconi vor Journalisten in Rom, das sei einwiederholter Fall von Justizmissbrauch, mit dem nur die Regierung destabilisiert und angegriffen werden soll. Es sei absurd, dass es – während er Tag und Nacht arbeite – Gerichtsbeamte gebe, die gegen den Ministerpräsidenten vorgehen. Das sei infam. Nach der Rede beantwortete der Regierungschef keine Fragen der Journalisten. Berlusconis Gegner Prodi von der Mitte-Links Koalition sagte, er spiele bei Berlusconis Spielchen nicht mehr, sondern wende sich lieber den Themen zu, die für Italien wichtig seien. Der Vorsitzende der grössten Linkspartei Italiens, Pierro Fassino, kritisierte das Verhalten Berlusconis so kurz vor den Wahlen: “Er weiss, dass er verlieren wird. Dass er bis zuletzt versucht, Stimmen zu gewinnen ist legitim, aber dass er es wie ein Bulldozer macht, ist keine gute Sache.” In den Umfragen liegt Prodi wenige Prozentpunkte vor Berlusconi.