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Italien wählt neues Parlament

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Italien wählt neues Parlament

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In Italien wird ein neues Parlament gewählt. Die mehr als 47 Millionen Wahlberechtigten entscheiden, ob der Spitzenkandidat der Opposition, Romano Prodi, der in Bologna seine Stimme abgab, den gegenwärtigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ablöst, oder ob der Medienmogul im Amt bleibt. Letzte Umfragen gaben Prodi einen kleinen Vorsprung. Der einstige Präsident der Europäischen Kommission war bereits Italiens Regierungschef von 1996 bis 98.

Prodi rief die Wähler bei seiner Abschlusskundgebung dazu auf, mit ihrer Stimme dafür zu sorgen, dass man wieder stolz sein könne, Italiener zu sein. Der Abstimmung war ein außergewöhnlich giftiger Wahlkampf vorausgegangen. Berlusoni bezeichnete die Wähler des Mitte-Links-Oppositionsbündnisses als Vollidioten und fragte bei seiner Abschlusskundgebung, ob Italien etwa von Kommunisten und Globalisierungsgegnern regiert werden solle.

Die Wahllokale werden morgen erneut geöffnet. Die Abstimmung endet am Montag um 15 Uhr. Es wird an zwei Tagen gewählt, da bei der Parlamentswahl 2001 viele Wähler so spät an die Urnen gegangen waren, dass viele Wahllokale bis in den frühen Morgen geöffnet bleiben mussten.