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Parlamentswahl in Italien

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Parlamentswahl in Italien

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In Italien wird ein neues Parlament gewählt. Die mehr als 47 Millionen Wahlberechtigten entscheiden, ob Ministerpräsident Silvio Berlusconi im Amt bleiben kann oder von seinem Rivalen Romano Prodi abgelöst wird. Die Abstimmung endet am Montag um 15 Uhr.Berlusconi ging in seiner Heimatstadt Mailand an die Wahlurne, in Begleitung seiner Mutter. Sie würden jetzt beide in ein Restaurant zum Essen gehen, wie ein Pärchen, sagte der Regierungschef nach der Stimmabgabe. Ob er das Amt nach der Wahl behalten kann, erscheint fraglich.

In der letzten Meinungsumfrage vor zehn Tagen hatte Romano Prodi einen kleinen Vorsprung. Prodi gab seine Stimme in Bologna ab, wo er jahrzehntelang als Wirtschafts-Professor wirkte und auch heute noch wohnt. Der einstige Präsident der Europäischen Kommission war bereits Italiens Regierungschef von 1996 bis 1998. Sehr wichtig sei diese Wahl, sagte Prodi, denn Italien sei ein wichtiges Land. Mit ihm ging seine Ehefrau zur Wahl, die Professorin Flavia Franzoni.

Der Abstimmung war ein außergewöhnlich giftiger Wahlkampf vorausgegangen. Berlusoni bezeichnete potentielle Wähler des Mitte-Links-Oppositionsbündnisses als Volltrottel und nannte seinen Gegner einen nützlichen Idioten der Kommunisten. Prodi verglich den Regierungschef mit einem Betrunkenen.