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Peru vor einer Richtungswahl über weiteren Kurs

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Peru vor einer Richtungswahl über weiteren Kurs

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Mehr als 15 Millionen Peruaner sind heute aufgerufen, einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament zu wählen. Insgesamt treten 20 Bewerber für das Präsidentenamt und 2587 Kandidaten für die 120 Sitze des Parlaments an.

Der Urnengang findet in einer ungewöhnlich aufgeheizten Atmosphäre statt. Das südamerikanische Land steht vor einer Richtungswahl. Während der Linksnationalist Ollanta Humala bei den mehr als 50 Prozent in Armut lebenden Peruanern mit Angriffen gegen die überwiegend weiße Oberschicht Sympathien sammelte, setzt seine aussichtsreichste Konkurrentin Lourdes Flores auf einen marktwirtschaftlich-neoliberalen Kurs. Die 46-jährige Christdemokratin aus der Hauptstadt Lima gehört der hellhäutigen Oberschicht an. Bei den Kongresswahlen sieht es ganz danach aus, als würde die Partei des Ex-Präsidenten Alan Garcia eine Mehrheit erhalten, gefolgt von Lourdes Nationalunion. 1.01Nach den letzten Meinungsumfragen zeichnet sich bei der Präsidentschaftswahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Der Linksnationalist Ollanta Humala verlor in den vergangenen Tagen an Boden und liegt nun in etwa gleichauf mit der Christdemokratin Lourdes Flores. Aber auch der ehemalige Präsident Alan Garcia hat durchaus noch Chancen auf einen der beiden ersten Plätze und damit auf die Stichwahl am 7. Mai.