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Peru wählt neuen Präsidenten und Parlament

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Peru wählt neuen Präsidenten und Parlament

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Mehr als 15 Millionen Peruaner sind heute aufgerufen, einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament zu wählen. Der Urnengang findet in einer ungewöhnlich aufgeizten Atmosphäre statt. Das südamerikanische Land steht vor einer Richtungswahl. Mit Angriffen gegen die überwiegend weiße Oberschicht warb der Linksnationalist Ollanta Humala um die Sympathie der in Armut lebenden Peruaner; diese bilden mehr als die Hälfte der Bevölkerung.In der letzten Meinungsumfrage lag er in Führung, vor der konservativen Kandidatin Lourdes Flores.

Die der Oberschicht zugehörige Anwältin vertritt einen marktwirtschaftlich-neoliberalen Kurs. Gleichauf mit Flores lag in den Umfragen der Mitte-Links-Kandidat Alan Garcia. Bei den Kongresswahlen sieht es so aus, als würde seine Partei eine Mehrheit erhalten. Garcia regierte den Andenstaat bereits von 1985 bis 1990. Bei der Wahl vor fünf Jahren wurde er zweiter und unterlag erst in der Stichwahl dem gegenwärtigen Präsidenten Alejandro Toledo, der nicht wieder kandidieren konnte. Toledo rief in einer Ansprache die Bürger auf, den zu wählen, dem sie ihr Haus anvertrauen würden.

Polizei und Militär sollen mit einem Großaufgebot einen ruhigen Ablauf des Urnengangs ermöglichen. In Peru besteht Wahlpflicht, und die gilt auch für Peruaner im Ausland. Sie konnten ihre Stimme in den diplomatischen Vertretungen des Landes abgeben.