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Berlusconi verliert? Kein Problem - seine Mediaset-Aktie legt kräftig zu

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Berlusconi verliert? Kein Problem - seine Mediaset-Aktie legt kräftig zu

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Am Tag der italienischen Parlamentswahlen hat an der Mailänder Börse eine Aktie besonders im Mittelpunkt des Interesses gestanden: das Papier von Mediaset, des Medienkonzerns von Silvio Berlusconi. Während der Handelszeiten zeichnete sich eine Niederlage Berlusconis ab. Und das Papier reagierte – aber anders, als man es hätte erwarten können, mit kräftigen Kursgewinnen. Nach einer ersten Schreckskunde nach Schließung der Wahllokale um 15 Uhr verteuerte sich die Aktie bis zum Handelsschluß um 3,3 Prozent.

Zur Begründung erklärte ein Analyst, das Wahlergebnis sei für Berlusconi weniger katastrophal ausgefallen als befürchtet. Zugleich hieß es, das klare Ergebnis sei für die Börse beruhigend. Eine Unsicherheit im Zusammenhang mit einer quälend langsamen Koalitionsbildung bleibe dem Land und der Börse wohl erspart. Den Einfluß in den Medien, den Belusconi über sein kommerzielles TV-Netz ausübte, hatte das Linksbündnis zum Wahlkampfthema gemacht.

So war ihm ein schwerer Interessenkonflikt vorgeworfen worden. Den Konflikt mit dem Gesetz habe Berlusconi durch eine für ihn maßgeschneiderte parlamentarische Gesetzgebung verhindert. Mediaset konnte seinen Umsatz während der fünf Regierungsjahre Berlusconis auf 600 Millionen Euro mehr als verdoppeln.