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Deutschland: SPD-Vorsitzender tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

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Deutschland: SPD-Vorsitzender tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

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Der Vorsitzende der SPD in Deutschland, Matthias Platzeck, hat seinen Rücktritt erklärt. Nach einer SPD-Präsidiumssitzung in Berlin sagte Platzeck: “Ich musste in den letzten Tagen die mit Sicherheit schwierigste Entscheidung meines bisherigen Lebens treffen – nämlich die, auf dringenden ärztlichen Rat den Vorsitz der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands niederzulegen.”

Platzeck war nur 146 Tage im Amt. Vor kurzem hatte er einen Hörsturz erlitten – dies gilt in der Medizin als Stressfolge und tritt häufig bei Politikern und Managern auf. Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte mit Betroffenheit, zeigte aber Verständnis für Platzecks Entschluss. “Ich habe diese Entscheidung mit Respekt aber auch mit Bedauern zur Kenntnis genommen”, so Merkel, “denn Matthias Platzeck und ich habe in den letzten Monaten intensiv und ich darf sagen auch sehr gut zusammengearbeitet.” Platzecks erster Stellvertreter, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, wird die SPD zunächst kommissarisch weiterführen. Auf einem Sonderparteitag Ende Mai soll Beck zum neuen Parteivorsitzenden gewählt werden. Matthias Platzeck war erst am 15. November in Karlsruhe zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden – als Nachfolger des nunmehrigen Vizekanzlers und Arbeitsministers Franz Müntefering.