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EADS-Neuordnung: französischer Pol bekommt Übergewicht

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EADS-Neuordnung: französischer Pol bekommt Übergewicht

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Die Neuordnung der Eigentumsverhältnisse bei EADS droht das deutsch-französische Gleichgewicht im Luftfahrtkonzern zu kippen. Die staatliche französische Sparkasse CDC kündigte an, etwa ein Drittel der zum Verkauf stehenden Lagardere-Anteile an EADS übernehmen zu wollen. Der Lagardere-Konzern hatte in der vorigen Woche die Halbierung seiner Anteile von 15 auf 7,5 Prozent bekannt gegeben.

Der französische Staat hält bereits 15 Prozent der EADS-Anteile. Zusammen mit des Rest-Anteil Lagarderes und den 2,25 Prozent der CDC bekäme der französische Pol gegenüber dem deutschen ein Übergewicht. Die deutsche Seite ist durch DaimlerChrysler vertreten. Der Autobauer hatte ebenfalls angekündigt, seinen Anteil bei EADS zu reduzieren: und zwar von 30 auf 22,5 Prozent.

Unbestätigten Informationen zufolge sind der Stahlriese ThyssenKrupp und der Elektronikkonzern Siemens an einer Übernahme von Teilen des Daimler-Aktienpakets interessiert. Ein ThyssenKrupp-Sprecher wies diese Darstellung zurück, Siemens lehnte eine Stellungnahme ab. Die Airbus-Muttergesellschaft EADS ist ein börsennotiertes Unternehmen, bei dem die historischen Gründer gleichwohl die Mehrheit haben.