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Arbeitsmarktreform in Frankreich zurückgezogen - Gewerkschaften und Studenten wollen Transparente noch nicht einpacken

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Arbeitsmarktreform in Frankreich zurückgezogen - Gewerkschaften und Studenten wollen Transparente noch nicht einpacken

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Gewerkschaften und Studentenverbände haben sich erfreut darüber gezeigt, dass die französische Regierung die Lockerung des Kündigungsschutzes für junge Arbeitnehmer Rückgängig machen will. Seit drei Monaten waren die Gewerkschaften, Studenten- und Schülerverbände gegen den CPE Sturm gelaufen. Doch die Stundenten in den Universitäten sehen sich noch nicht am Ende ihres Ziels: “Dieser Rückzug reicht uns noch nicht. Es gibt noch viele Baustellen die beseitigt werden müssen”, sagte ein Vertreter der Studenten.

Ähnlich sehen es auch die Gewerkschaften. Sie wollen den Druck bis zur Abstimmung über eine neue Reformvorlage aufrechterhalten. “Wir bereiten uns darauf vor, in eine zweite Phase zu einzutreten. Eine Phase der wirklichen Verhandlungen”, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Ein für Dienstag geplanter Protestmarsch in Paris wird zeigen, wie die Mehrheit der Schüler- und Studenten auf den Rückzug der Regierung reagiert. Danach wollen die Verbände entscheiden, wie sie weiter vorgehen.

Der große Verlierer der wochenlangen Proteste ist Premierminister Dominique de Villepin. Er musste sich im Endeffekt dem Druck der Straße beugen. Gerüchten um einen Rücktritt vom Amt des Premierministers trat er allerdings entgegen.