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Kritik an italienischem Wahlausgang

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Kritik an italienischem Wahlausgang

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Ein Sprecher Berlusconis, Paolo Bonaiuti, forderte angesichts des knappen Abstands beider Lager eine erneute gewissenhafte Auszählung der Stimmen. Nach Angaben des Innenministeriums gaben lediglich 25 224 Wähler den Ausschlag. Demnach profitierten Prodi und sein Mitte-Links-Bündnis “L’Unione” von dem neuen Verhältniswahlrecht, welches einen Bonus für das stärkste Lager vorsieht.

Ob sie jedoch über eine regierungsfähige Mehrheit verfügen, war noch unsicher. Beobachter sprachen von einer Patt-Situation. Erstmals durften bei den Wahlen auch die 2,6 Millionen im Ausland lebende Italiener ihre Stimme abgeben. Alle Ergebnisse lagen noch nicht vor. Die Wahlen hatten sich im Laufe der vergangenen Stunden zu einem wahren Krimi entwickelt. Nachdem sich am Nachmittag eine deutliche Mehrheit für Prodi abzuzeichnen schien, ergaben Hochrechnungen am Abend einen knappen Vorsprung für Ministerpräsident Berlusconi im Senat. Auch in der Abgeordnentenkammer gab es ein immer engeres Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Bündnissen.