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Spanische Justiz erhebt Anklage wegen Anschlägen von Madrid

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Spanische Justiz erhebt Anklage wegen Anschlägen von Madrid

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Gut zwei Jahre nach den verheerenden Anschlägen auf Eisenbahnzüge in Madrid hat die spanische Justiz Anklage gegen 29 Verdächtige erhoben. Untersuchungsrichter Juan del Olmo legte die Anklageschrift vor. Darin heißt es, eine lokale islamistische Terrorzelle sei für das Blutbad verantwortlich.

Der Spanier José Trashorras gilt als Hauptangeklagter. Als wichtiger Mittäter wird der Marokkaner Dschamal Sugam angesehen, sowie sein Landsmann Rabei Usman, der im Juni 2004 in Italien festgenommen wurde. Nach den Erkenntnissen des Untersuchungsrichters hatten die Angeklagten keinen direkten Kontakt zum internationalen Terrornetzwerk El Kaida. Bei den Anschlägen vom 11. März 2004 wurden 191 Menschen getötet und mehr als 1500 verletzt.

Die Bombenleger hatten Sprengsätze in vier Zügen deponiert. Eine Bombe wurde erst später entdeckt und führte die Ermittler auf die Spuren der Terroristen. Sieben von ihnen, darunter die mutmaßlichen Anführer, sprengten sich in der Madrider Vorstadt Legans selbst in die Luft, als sie in einer Wohnung von der Polizei umstellt waren.