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Spannendes Manöver im All - ESA-Sonde soll Venus-Umlaufbahn einschlagen

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Spannendes Manöver im All - ESA-Sonde soll Venus-Umlaufbahn einschlagen

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Vor fünf Monaten ist eine Sojus-Fregat-Trägerrakete auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur gestartet – mit einer wertvollen Fracht: Der ersten Venus-Sonde der europäischen Raumfahrtbehörde ESA “Venus-Express”. Sie soll die Atmosphäre des heißesten Planeten unseres Sonnensystems untersuchen.

Heute soll “Venus-Express” ihr Ziel erreichen. Mit fast 29.000 Stundenkilometern rast sie auf unseren Nachbarplaneten zu. Damit die Sonde in die Umlaufbahn schwenkt, und nicht über ihr Ziel hinaus schießt, wird das Raumfahrtkontrollzentrum im deutschen Darmstadt um 9 Uhr 19 die Bremsdüsen zünden. Ihre endgültige Bahn soll Venus-Express erst Anfang Mai erreichen. Über die Venus ist bislang wenig bekannt. Eine dichte Wolkendecke hüllt den Planeten ein und verhindert einen Blick auf die Oberfläche. Die Sonde soll nun Licht ins Dunkel bringen. An Bord der Sonde sind deshalb mehrere hochwertige Messinstrumente. Darunter auch eine Spezialkamera, die Wolkenbewegungen auf dem Planeten fotografieren soll.