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Protestkundgebungen gegen "Playboy" in Indonesien

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Protestkundgebungen gegen "Playboy" in Indonesien

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Hunderte Islamisten haben am Mittwoch in der indonesischen Hauptstadt Jakarta gegen die erste Indonesien-Ausgabe des “Playboy” demonstriert. Die Mitglieder der so genannten “Islamischen Verteidigungsfront” warfen Steine gegen das Bürogebäude des Magazins. Zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch, auch das Eingangstor wurde zerstört. Die Demonstranten werfen den Machern des “Playboy” vor, vulgäre Bilder zu veröffentlichen und forderten die Bestrafung der Redakteure. Mehrere Dutzend Polizisten gingen gegen die Aktivisten vor. Mindestens zwei Sicherheitskräfte wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Auch auf Java gab es Kundgebungen gegen den “Playboy”.

Das Magazin war in der vergangenen Woche in Indonesien eingeführt worden. Die Fotos in der ersten Ausgabe sind jedoch kaum freizügiger als Aufnahmen in anderen indonesischen Zeitschriften. Allein der Markenname dürfte schon Ursache für die Proteste gewesen sein. Rund 90 Prozent der Menschen in Indonesien sind Muslime; die meisten praktizieren allerdings einen gemäßigten Islam.