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Aufständische im Tschad kurz vor Einnahme der Hauptstadt

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Aufständische im Tschad kurz vor Einnahme der Hauptstadt

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Im Tschad spitzt sich der Konflikt zwischen der Regierung und der Rebellenbewegung FUC zu: Seit vier Tagen hat die “Einheitsfront für den demokratischen Wandel” immer größere Teile des Landes erobert. Mittlerweile kontrolliert sie nach eigenen Angaben 80 Prozent des Landes und ist nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Djamena entfernt. Dort ist die Lage zwar noch ruhig, öffentliche Einrichtungen wurden aber bereits evakuiert. Frankreich verstärkte unterdessen sein Truppenkontingent in dem zentralafrikanischen Staat.

Die FUC-Rebellen verfolgen das Ziel, Präsident Idriss Déby zu stürzen. Er will sich nach 16 Regierungsjahren Anfang Mai zum dritten Mal zur Wiederwahl stellen. Dies wollen die Rebellen unter der Führung von Ali Kedealaye jedoch verhindern: “Wir müssen diese Unordnung beenden. Die Bevölkerung im Tschad braucht ein stabiles Regime, das von allen gestützt wird.” Die FUC hatte sich im Grenzgebiet zur sudanesischen Krisenregion Darfur gebildet. Tschadische Generäle sollen in den vergangenen Monaten zu den Rebellen übergelaufen sein.