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UNO besorgt über Rebellenangriffe auf Tschad

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UNO besorgt über Rebellenangriffe auf Tschad

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Der Weltsicherheitsrat und UN-Generalsekretär Kofi Annan sind “ernsthaft besorgt” über die Offensive von Rebellen aus dem sudanesischen Darfur auf das Nachbarland Tschad. Annan verurteilte gestern Abend jeden Versuch eines ungesetzlichen Regierungswechsels und forderte beide Seiten auf, ihre Differenzen am Verhandlungstisch zu beizulegen. Der chinesische UN-Botschafter und Vorsitzende des Sicherheitsrats, Wang Guangya forderte namens der Ratsmitglieder die Rebellen auf, sich am demokratischen Prozess zu beteiligen. Die Rebellen hatten am Donnerstag N’Djamena, die Hauptstadt des Tschads, angegriffen. Die einstige Kolonialmacht Frankreich hatte erst am Mittwoch seine 1200 Soldaten im Tschad in Alarmbereitschaft versetzt und 150 Mann Verstärkung auf den Weg gebracht. Sie versorgen gemäß einem Abkommen die dortige Regierung mit Daten aus Aufklärungsflügen über dem Kampfgebiet. Die französischen Truppen würden dem Land Schutz gewähren, sich aber nicht an Kampfhandlungen beteiligen, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Paris. Unterdessen hat das Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen nach UN-Angaben damit begonnen, Mitarbeiter und ihre Angehörigen auszufliegen. Das Programm versorgt etwa 250 000 Flüchtlinge im Tschad mit Nahrungsmitteln.