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Weitere Demonstrationen in Nepal - Polizei greift hart durch

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Weitere Demonstrationen in Nepal - Polizei greift hart durch

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Die nepalesische Opposition hat auch am Montag ihre landesweiten Proteste fortgesetzt. Bei den bereits elf Tage dauernden Demonstrationen kamen bislang mindestens fünf Menschen ums Leben; zahlreiche weitere wurden verletzt. Mit Kundgebungen, Sitzstreiks und Menschenketten versucht die Opposition, König Gyanendra zur Rückkehr zur Demokratie zu bewegen.

Die Polizei ging hart gegen die Demonstranten vor. Dutzende Teilnehmer wurden festgenommen. Auch einige Touristen hatten sich den Aktivisten angeschlossen – so etwa ein Deutscher, der die Sicherheitskräfte vergeblich aufforderte, die Gewalt zu stoppen. “Ihr kämpft gegen eure eigenen Leute”, rief er, und dann verglich er den König sogar mit Adolf Hitler.

Die Proteste legen auch das öffentliche Leben in der Hauptstadt Kathmandu weitgehen lahm. Zudem hat der Generalstreik zu drastischen Preiserhöhungen geführt: der Preis für Zwiebeln etwa hat sich innerhalb von zwei Wochen verfünffacht.