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Greenpeace: 200.000 Tote nach Reaktorunfall von Tschernobyl

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Greenpeace: 200.000 Tote nach Reaktorunfall von Tschernobyl

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Am 26. April vor 20 Jahren ereignete sich der Reaktorunfall von Tschernobyl. Ausgelöst wurde die Katastrophe durch schwere Fehler der Betreiber. Explosionen zerstörten das Dach des Reaktors. Grosse Mengen radioaktiver Materie wurden freigesetzt und Tausende von Kilometern weit getragen. Tschernobyl liegt in der ehemaligen Sowjetunion, in der Ukraine in der Nähe zu Weißrussland. Die Vereinten Nationen sprechen von 4000 bis 9000 Toten.

Die Umweltorganisation Greenpeace widerspricht dieser Darstellung und nennt Zahlen von 90.000 bis 200.000. So viele Menschen seien an durch die Strahlenbelastung verursachten Krankheiten gestorben. Ein Greenpeacesprecher sagte: “Wir sind absolut gegen diese Position der Vereinten Nationen. Dahinter steckt die Industrie. Sie will, dass wir Tschernobyl vergessen, denn Tschernobyl ist ein Grund gegen das Wiedererstarken der Kernkraft.”

Die drei noch funktionsfähigen Blocks des Reaktors wurden nach Beendigung der Aufräumarbeiten zunächst wieder hochgefahren. Mittlerweile sind jedoch alle drei abgeschaltet – auch auf Grund von Druck der Europäischen Union. In der Region werden noch immer viele Kinder mit Verformungen geboren.