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Warum der Ölpreis steigt

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Warum der Ölpreis steigt

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Das neuerlichen Ansteigen des Ölpreises hat zu tun mit dem Konflikt um dasAtomprogramm des Iran. Daran kann auch der jüngste Bericht des obersten Wächters der Vereinten Nationen über die Atomkraft nichts ändern,Mohammed el Baradei sagte nach seiner Inspektionsreise, er habe keinen Beweis dafür gesehen, dass der Iran tatsächlich schon Uran anreichern könne. Das Bild erscheine unklar.

El Barradei hatte nachprüfen wollen, ob denn wahr sei, was Irans Staatsoberhaupt zwei Tage zuvor so vollmundig verkündet hatte.Iran gehöre jetzt zum Klub der Atommächte, lautete die Botschaft von Präsident Mahmoud Ahmadinedjad. In der gleichen Rede beschwor der die Gefahr eines amerikanischen Militärschlages herauf – und erntete lautstarke Ergebenheitsbekundungen.

Mit durchschnittlich 4 Millionen Barrel pro Tag liefert der Iran 4,7 % der Welt-Erdöl-Produktion.Wichtiger noch: Durch die von Iran kontrollierte Straße von Hormus transportieren Tanker Tag für Tag 16 Millionen Barrel – fast 20 % der Weltproduktion. Auch darum nimmt der Ölmarkt iranische Drohungen so ernst, betont der Fachmannvon Paramount Options in New York:“Wenn irgend etwas in der Straße von Hormus passiert, dann könnten wir Preise erleben – noch viel höher als die jetzigen.”

Gibt es denn gar keine Alternativen?Leider nicht. Nigeria, Nummer acht der Weltproduktion, hat seine Föderung um ein Viertel zurückfahren müssen. Als Folge von Rebellenangriffen. Und gleichzeitig steigt der weltweite Energiebedarf.China zum Beispiel kauft derzeit auf, was nur irgend zu haben ist.Das Land braucht Erdöl für den “ganz großen Sprung” in die Spitzengruppe der Industrienationen