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Mehrere Menschen sterben bei Protestkundgebungen in Nepal

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Mehrere Menschen sterben bei Protestkundgebungen in Nepal

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In zahlreichen StädtenNepals ist es auch am Mittwoch wieder zu Demonstrationen gekommen. In der Hauptstadt Kathmandu wurden rund 250 Lehrer festgenommen, die sich trotz einer Ausgangssperre zu einer Kundgebung versammelt hatten. Nach Medienberichten erschossen die Sicherheitskräfte im Osten des Landes mindestens vier Demonstranten, als sie in die Menge feuerten. Hunderte Menschen wurden verletzt. Damit kamen bei den Unruhen insgesamt bis zu 10 Menschen ums Leben.

Mit den Protesten und einem am 6. April begonnenen Generalstreik will die Opposition den autoritär regierenden König Gyanendra zu Fall bringen und die Rückkehr zur Demokratie erzwingen. Sogar der indische Gesandte Karan Singh reiste nach Nepal, um zu vermitteln. “Ich bringe den Nepalesen die besten Wünsche des indischen Volkes”, sagte er. “Wir beten für sie und hoffen, dass Nepal aus den Schwierigkeiten herausfindet und zu Frieden und Wohlstand zurückkehrt.” Der Streik lähmt auch das öffentliche Leben. Zahlreiche Straßen im ganzen Land sind blockiert, nur einzelne Fahrzeuge können passieren. Die königstreue Regierung hat unterdessen zwei politische Gefangene freigelassen – möglicherweise ein erstes Zeichen des Einlenkens von seiten des Königs.