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Vorbereitung auf schwierige Präsidentenwahl im Tschad

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Vorbereitung auf schwierige Präsidentenwahl im Tschad

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Kurz vor der Präsidentenwahl im Tschad laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In diesem riesigen Land mit seinen rund hundert Völkern, aber fast ohne Straßen oder Stromleitungen, ist das eine riesige Herausforderung. Der Tschad ist eins der ärmsten Länder der Welt, und das trotz seines Reichtums an Öl. Die Opposition wirft Präsident Idriss Déby vor, das Geld vor allem für Waffen auszugeben. Die großen Parteien boykottieren die Wahl allerdings.

Déby hat sich ursprünglich an die Macht geputscht und sich dann zweimal im Amt bestätigen lassen. Jetzt hat er rechtzeitig die Verfassung geändert, damit er ein drittes Mal kandidieren kann, nach sechzehn Jahren an der Macht. In dieser Zeit hat er sich viele Feinde gemacht, wie im Streit mit dem Nachbarland Sudan. Deby wirft ihm vor, den Aufstand von letzter Woche unterstützt zu haben, der unter anderem von der Grenzstadt Adré ausging. Inzwischen hat er die Beziehungen zum Sudan abgebrochen. Schon in gut einer Woche beginnen die Wahlen; dann haben zunächst die Nomaden Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben. Der eigentliche Wahltermin ist dann der 3. Mai.