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Ausgangssperre in Nepal vor Großdemonstration

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Ausgangssperre in Nepal vor Großdemonstration

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In Nepal hat König Gyanendra eine ausgedehnte Ausgangssperre verhängt. Zuvor hatte das Oppositionsbündnis für heute zu einer Großkundgebung in der Hauptstadt Kathmandu aufgerufen – trotz des geltenden Versammlungsverbots. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in den vergangenen zwei Wochen mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, vier von ihnen gestern in Chandragadi.

Auch in Pokhara, einem Zentrum des Fremdenverkehrs, kam wieder zu Demonstrationen und Zusammenstößen. Die Opposition will eine Rückkehr zur Demokratie in dem Himalayastaat erzwingen. König Gyanendra hatte im Februar 2005 die Macht an sich gerissen. Er warf der Regierung vor, bei der Bekämpfung der maoistischen Rebellen versagt zu haben. Das Volk von Nepal werde nicht ruhen, bis die Demokratie wieder gestellt sei, und dafür würden die Bürger auch ihr Leben zu opfern, sagte ein Demonstrant. Bislang antwortete das Regime in Kathmandu auf alle Proteste mit repressiven Maßnahmen.