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EU unterstützt Kampagne gegen Landminen

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EU unterstützt Kampagne gegen Landminen

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Im Kampf gegen Landminen haben sich Politik und Musik vereint. Der bekannteste kolumbianische Anti-Minen-Aktivist, der Sänger Juanes, nutzte die Möglichkeit, als erster Künstler im EU-Parlament aufzutreten. Die Überreichung eines 2,5 Millionen Euro-Schecks von der EU-Kommission an eine Anti-Minen-Initiative machte er zu einem ungewöhnlichen Parlament-Happening. Ziel ist es, die Bevölkerung auf die verheerenden Auswirkungen dieser Waffen aufmerksam zu machen. Jedes Jahr fordern Landminen 20.000 Opfer, die meisten von ihnen sind Zivilisten, größtenteils Bauern und deren Kinder. Zum Aufspüren der Minen sind inzwischen vermehrt Hunde im Einsatz, da die zuvor verwendeten Metall-Detektoren auf die neuen Plastik-Minen nicht reagieren. Trotz der Ottowa-Antiminen-Konvention von 1997 befinden sich nach Meinung von Experten noch 40 bis 80 Millionen Anti-Personen-Minen im Boden. Weltweit warten weitere 100 Millionen Minen in Lagerhäusern auf ihren Einsatz. Die Konvention verbietet Gebrauch, Herstellung, Lagerung und Transfer von Landminen. Doch einige der größten Landminen-Hersteller wie die USA, China und Russland haben diese Konvention noch nicht unterschrieben. Insbesondere in Kolumbien sind noch 12.000 Landminen verstreut.