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Hu besucht Weißes Haus: Proteste wegen Menschenrechtsverletzungen

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Hu besucht Weißes Haus: Proteste wegen Menschenrechtsverletzungen

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Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintau ist zu seinem ersten Besuch im Weißen Haus eingetroffen. Während des Begrüßungszeremoniells wurde Hus Rede von einer Protestaktion unterbrochen – was Gastgeber George W. Bush deutlich in Verlegenheit brachte. Kurz nachdem der amerikanische Präsident Hu zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage in China aufforderte, gelang es einer Falun Gong-Anhängerin, die Ansprache zu stören. Sie forderte das chinesische Staatsoberhaupt auf, Mitglieder der spirituellen Bewegung nicht weiter zu verfolgen. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen war es der Frau gelungen, sich unter die Photographen zu mischen.

Bei den Gesprächen zwischen Bush und Hu wird es um Sicherheitsfragen gehen, wie um die Atomkonflikte im Iran und in Nordkorea. Hu versprach während seiner Rede, China sei bereit, eine friedliche Lösung auf diplomatischem Weg zu suchen. Gleichzeitig appellierte Bush an die chinesische Regierung, ihre Märkte für amerikanische Unternehmen zu öffnen und gegen Marken- und Software-Piraterie vorzugehen. Überschattet wurde sein Aufenthalt von mehreren Protesten. Die Demonstranten prangern die Menschenrechtsverletzungen in China an.