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Nepalesische Proteste auf dem Höhepunkt

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Nepalesische Proteste auf dem Höhepunkt

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Die Opposition hat zu einer Großkundgebung in Kathmandu aufgerufen. Um dies zu verhindern, verhängte die nepalesische Regierung eine Ausgangssperre in der Hauptstadt, die seit zwei Uhr nachts gilt, und ordnete einen Schießbefehl an: Einige Menschen wurden heute bereits getötet und weitere verletzt, als Sicherheitskräfte auf Demonstranten schossen.

Die Regimegegner fordern Neuwahlen. Im Februar vergangenen Jahres hatte König Gyanendra die gewählte Regierung entlassen und alle Macht an sich gerissen. Ein Sondergesandter der indischen Regierung versuchte unterdessen, den Monarchen zum Einlenken zu bewegen. Gyanendra solle den Weg frei machen für demokratische Verhältnisse. Indien hat traditionell den größten Einfluss auf seinen kleinen Nachbarn Nepal. In den vergangenen beiden Wochen wurden bei den Prosten mehrere Menschen getötet, hunderte weitere wurden verletzt. Die Vereinten Nationen und zahlreiche Menschenrechtler kritisieren die Anwendung von Gewalt.