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Ölpreis stabilisiert sich nahe Rekordniveau - Chavez warnt vor Barrelpreis von 100 Dollar

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Ölpreis stabilisiert sich nahe Rekordniveau - Chavez warnt vor Barrelpreis von 100 Dollar

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Auf seinem Höhenflug hat der Ölpreis am Donnerstag eine Atempause eingelegt. Die Notierungen gaben leicht nach, blieben aber in der Nähe ihrer Rekordstände. Das Barrel Brent kostete erstmals mehr als 74 Dollar, ehe sich der Preis auf 72,40 Dollar
einpendelte. Damit verteuerte sich das Nordseeöl seit Ende März um etwa 15 Prozent.

Neben den weltpolitischen Spannungen sorgen starke Käufe von Fonds dafür, dass der Ölpreis oben bleibt. Ähnlich ist es derzeit bei Edelmetallen wie Gold und Silber. Auch da bewegen sich im Moment die Preise von Rekord zu Rekord.
Ein Ende dieser Entwicklung ist für Analysten noch nicht abzusehen. Die Preisgestaltung von Gold und Rohöl verlaufe parallel, meint Malcolm Freeman von Ambrian Commodities in London.

Momentan seien die Märkte wegen der Spekulationen um einen Präventivschlag gegen den Iran nervös. Auch sorge die scharfe Rhethorik Teherans gegen Israel für eine Destabilisierung im Nahen Osten. Anleger suchten daher langfristig Schutz im Gold.

Unterdessen warnte Venezuelas Präsident Hugo Chavez die USA vor Sanktionen gegen den Iran. Dies könnte den Ölpreis bis auf 100 Dollar pro Barrel antreiben. Das südamerikanische Land ist der fünfgrößte Ölexporteur der Welt.