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Parlamentssitzung im Irak verschoben

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Parlamentssitzung im Irak verschoben

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Im Streit um die Regierungsbildung im Irak deutet sich ein Kompromiss an. Der umstrittene Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Ibrahim al-Dschaafari, sei nun unter Umständen bereit, doch auf den Posten zu verzichten, hieß es in Kreisen der schiitischen Dawa-Partei. Allerdings erwarte er dafür andere personelle Zugeständnisse für seine Partei. Die Sunniten und die Kurden lehnen al-Dschaafari als Kandidaten der Schiiten-Allianz ab. Die Parlamentssitzung zur Wahl des Parlamentspräsidenten wurde auf Samstag verschoben. In Bagdad entging ein hoher irakischer Polizeibeamter unverletzt einem Anschlag. Ein Zivilist wurde getötet, als eine Bombe explodierte, die eigentlich Mohammed Nu´ma treffen sollte. Er ist im Innenministerium für Militäreinsätze zuständig. Im Slum-Viertel Sadr-City trugen die Einwohner zwei schiitische Geistliche zu Grabe, deren Leichname mit Handschellen gefesselt und mit verbundenen Augen gefunden worden waren.