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Prodi feilt an Regierungsbildung

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Prodi feilt an Regierungsbildung

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Nach der Bestätigung des Unione-Wahlsiegs wird in Italien über die zukünftigen Ministerposten spekuliert. Laut Medienberichten plant der Chef des Mitte-Links-Bündnisses, Romano Prodi, das ehemalige EZB-Mitglied Tommaso Padoa Schioppa als Wirtschaftsminister einzusetzen.

“Ich bin bereits an der Arbeit. Es gibt keine Probleme. Es wird Berlusconi nicht gelingen, meine Arbeit zu stören. Was gerade passiert, ist wirklich traurig,” so Prodi. Das Mitte-Rechts-Bündnis von Silvio Berlusconi will den Sieg des Oppositionschefs nicht anerkennen. Der italienische Ministerpräsident hatte angekündigt, auch nach der Entscheidung des römischen Kassationsgerichts weiter gegen das Ergebnis vorzugehen, diesmal vor dem Vewaltungsgericht in der Region Latium. Es wird jedoch bezweifelt, dass es dazu eine rechtliche Grundlage gibt. Öffentlich wollte sich Berlusconi bisher noch nicht äußern. Unklarheit herrscht weiter darüber, wann der Staatspräsident Prodi das Mandat zur Regierungbildung erteilt. Denn Carlo Azeglio Ciampis Amtszeit endet bereits im Mai.