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Ausgangssperre gegen neue Massenproteste in Nepal

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Ausgangssperre gegen neue Massenproteste in Nepal

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Ist es die Ruhe vor einem neuen Sturm? Für Nepals Hauptstadt Kathmandu gilt nach wochenlangen Protesten heute erneut eine Ausgangssperre. Zusätzlich verlegte die Polizei zum Beispiel Stacheldraht in Gegenden, die von den Ausschreitungen der letzten Tage besonders betroffen waren.

Die Ausgangssperre soll Szenen wie gestern verhindern: da galt zwar ebenfalls schon eine solche Sperre, aber mehr als hunderttausend Menschen missachteten das Verbot. Ihr Demonstrationszug führte zum Palast von König Gyanendra, wurde aber vorher mit Gewalt gestoppt; dabei gab es viele Verletzte, auch durch eine Massenpanik. Ein englischer Tourist war Augenzeuge: Es sei ein friedlicher Protest gewesen, sagt er. Weiter hinten sei dann auf einmal Tränengas gewesen, dann eine Massenflucht, Chaos, Tumult, alle seien nur noch durcheinandergerannt. Mindestens vierzehn Menschen sind bei der Gewalt in Nepal schon getötet worden. Zwar hat König Gyanendra der Opposition jetzt angeboten, sie könne eine Regierung bilden – die alte hatte er vor gut einem Jahr aufgelöst. Seinen Gegnern ist das aber inzwischen zu wenig: Sie wollen eine neue Verfassung, die vor allem die Macht des Königs einschränkt.