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Zehntausende erinnern in Brüssel an ermordeten Jugendlichen

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Zehntausende erinnern in Brüssel an ermordeten Jugendlichen

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Mit einem Schweigemarsch haben in Belgiens Hauptstadt Brüssel achtzigtausend Menschen an den ermordeten Jugendlichen Joe van Holsbeeck erinnert. Die Demonstranten zogen am Tatort, dem Brüsseler Hauptbahnhof, vorbei; viele von ihnen legten dort auch Blumen nieder. Auf Wunsch von Joes Familie hielten sich Politiker bei dem Marsch im Hintergrund. Außerdem verzichteten die Teilnehmer deswegen sowohl auf Transparente als auch auf Zeichen von Parteien oder Organisationen.

In dem Bahnhof wurde der siebzehnjährige Joe vor knapp zwei Wochen umgebracht. Zwei gleichaltrige Diebe hatten von ihm seinen MP3-Spieler verlangt. Als er ihn nicht hergab, erstachen sie ihn. Dieser Mord hat das Land schockiert; viele Belgier fordern inzwischen auch mehr Sicherheit auf den Straßen. Die Täter sind bisher nicht gefasst, obwohl es Bilder von Überwachungskameras gibt. In der Nacht nach der Tat wurde in der Nähe auch eine mögliche Mordwaffe gefunden. An der Außenmauer des Hauptbahnhofs erinnern jetzt zwei Plakate an den Ermordeten.