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Moussaouiprozeß: Staatsanwalt fordert Todesstrafe - Geschworene uneins

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Moussaouiprozeß: Staatsanwalt fordert Todesstrafe - Geschworene uneins

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Im Prozess gegen Zacarias Moussaoui hat die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe gefordert. Im seinem Schlussplädoyer sagte Staatsanwalt David Raskin, es sei an der Zeit, Moussaouis Hass und Bosheit ein Ende zu setzen. Auf dieser guten Erde sei kein Platz für jemanden wie Zacarias Moussaoui.

Dagegen forderte die Verteidigung die zwölf Geschworenen auf, den Franzosen marokkanischer Abstammung nicht den Tod eines Märtyrers, sondern den langsamen Tod eines verurteilten Kriminellen sterben zu lassen. Das Verfahren gegen Moussaoui ist der bislang einzige Prozess um die Anschläge vom 11. September. Moussaoui saß am 11. September wegen eines Visa-Vergehens im Gefängnis. Er bekannte sich aber im Sinne der Anklage für schuldig. Vor Gericht sagte er aus, dass er ein fünftes Flugzeug entführen und damit das Weiße Haus in Washington zerstören wollte. Ein angeblicher Mitverschwörer hat die Theorie als falsch bezeichnet. Nach dreistündigen Beratungen über das Strafmaß für den Franzosen vertagten sich die Geschworenen in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia auf Dienstag.