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Nepalesische Rebellen kündigen weitere Blockaden an

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Nepalesische Rebellen kündigen weitere Blockaden an

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Eine Siegesparade statt Massenprotesten – zehntausende nepalesische Demonstranten haben ihren Erfolg gegen König Guyanendra gefeiert. Dieser hatte Montag Abend nach fast dreiwöchigen Protesten nachgegeben und das Parlament, das vor vier Jahren aufgelöst worden war, für kommenden Freitag einberufen.

Doch was die sieben Oppositionsparteien als Sieg gegen den Monarchen werten, geht den maoistischen Rebellen nicht weit genug. Sie fordern die eine neue Verfassung und bezeichneten das Einlenken der Oppositionsparteien als Verrat. Viele Nepalesen skandierten “es lebe die Demokratie!” – aber auch “es lebe die Republik!”. Im Verlauf der Massenproteste mit mehreren Todesopfern und hunderten Verletzten war König Gyanendra immer stärker in die Kritik geraten. Unterdessen benannte die Opposition den mehrfachen früheren Ministerpräsidenten Girija Prasad Koirala als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs. Ein Ende der nepalesischen Krise ist jedoch noch nicht in Sicht: Die maoistischen Rebellen kündigten an, Kathmandu und alle Bezirkshauptstädte bis zur Erfüllung ihrer Forderungen weiter zu blockieren.