Eilmeldung

Eilmeldung

Slowenische Braunbärin "Palouma" findet neue Heimat in den Pyrenäen

Sie lesen gerade:

Slowenische Braunbärin "Palouma" findet neue Heimat in den Pyrenäen

Schriftgrösse Aa Aa

Gegen den energischen Widerstand zahlreicher Schäfer hat Frankreich den ersten Braunbären aus Slowenien in die Pyrenäen umgesiedelt – trotz anfänglicher Schwierigkeiten: Beim ersten Versuch, die Bärin mit dem klingenden Namen “Palouma” auszusetzen, schlugen mehrere Bewohner der nahe gelegenen Ortschaft Arbas Krach und verhinderten so zunächst die Freilassung des Tieres – denn wenn ein Bär in die freie Wildbahn entlassen wird, muss dabei absolute Stille herrschen. Wenig später konnte “Palouma” aber doch ihre Freiheit genießen: Sie wurde an einem anderen Ort ausgesetzt. “Palouma” ist der erste von fünf Braunbären aus Slowenien, die in den Pyrenäen eine neue Heimat finden sollen.

Bei den meisten Bewohnern der Region, auch bei jenen aus Arbas, stößt das Bärenprogramm grundsätzlich auf Zustimmung – freilich nicht bei allen. “Der Bär ist ein Tier, das auch wenige Meter von einem Haus entfernt Schafe reißt”, beschwert sich ein Mann. “Das ist eine Tatsache, das bilden wir uns nicht nur ein.” Die meisten Anwohner jedoch sind für die Bärenansiedlung. “Hier gab es immer Bären”, sagt eine Frau, “ich weiß nicht, warum die Menschen dagegen sind.” Der Bestand an Braunbären in den Pyrenäen ist stark gefährdet. Im November 2004 war die letzte französische Bärin mit reinem Pyrenäen-Stammbaum von Jägern erschossen worden, was im ganzen Land für Betroffenheit gesorgt hatte. Die französische Regierung will künftig das illegale Abschießen von Bären streng sanktionieren.