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IAEO-Bericht dem Weltsicherheitsrat vorgelegt

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IAEO-Bericht dem Weltsicherheitsrat vorgelegt

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Trotz des Ultimatums der Vereinten Nationen hat der Iran seine atomaren Aktivitäten weiter beschleunigt. Dies geht aus dem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde hervor, den ihr Chef Mohammed El-Baradei dem Sicherheitsrat vorgelegt hat. Die Vereinten Nationen hatten Teheran eine 30-tägige Frist gesetzt, um die Urananreicherung zu stoppen.

Nach Angaben eines Sprechers der Vereinten Nationen ist es iranischen Wissenschaftlern tatsächlich gelungen, Uran auf den für Kernbrennstoff nötigen Grad anzureichern. Weiter heißt es, Teheran hat nach wie vor nicht ausreichend mit der IAEO kooperiert. Deshalb ist laut Bericht nicht zu ersehen, ob das Atomprogramm friedliche oder militärische Zwecke verfolgt. Auf seinem Treffen mit dem Regierungschef Aserbaidschans Ilham Aliev im Weißen Haus kam US-Präsident George W. Bush auch auf den Konflikt mit dem Iran zu sprechen. Bush sagte, er wolle das Problem friedlich und auf diplomatischem Weg lösen. Im Sicherheitsrat fordern vor allem die USA einen härteren Kurs gegen Teheran,China und Russland lehnen Sanktionen ab. Seit Monaten sind die Fronten zwischen dem Iran und dem Westen verhärtet. Der iranische Präsident Machmud Achmadinedschad schloss vehement und wiederholt aus, die Urananreicherung einzustellen. Er drohte den USA für den Fall eines Militärschlags mit einer noch massiveren Antwort. Der Westen vermutet, dass Teheran unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung an Atomwaffen arbeitet.