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Nach italienischen Wahlen: Parlament tritt zu erster Sitzung zusammen

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Nach italienischen Wahlen: Parlament tritt zu erster Sitzung zusammen

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Der Sieger der italienischen Parlamentswahlen vor zwei Wochen, Romano Prodi, steht vor seiner ersten politischen Bewährungsprobe: Erstmalig nach der Stimmabgabe tritt heute das Parlament in Rom zusammen. Sowohl in der Abgeordnetenkammer als auch im Senat soll dabei ein neuer Präsident gewählt werden.

Für das höchste Amt in der Abgeordnetenkammer hat Prodis Mitte-Links-Bündnis den Kommunistenführer Fausto Bertinotti aufgestellt. Seine Wahl gilt als sicher, Prodis Unione-Koalition verfügt in der Kammer über eine deutliche Mehrheit. Knapper dürfte die Entscheidung im Senat ausfallen, wo Unione nur einen Vorsprung von zwei Sitzen hat. Prodis Allianz schickt hier den Gewerkschaftsführer Franco Marini ins Rennen. Sein Sieg könnte das Mitte-Links-Bündnis stabilisieren, in dem es kurz nach der Wahl bereits Debatten um die Besetzung von Schlüsselpositionen gegeben hatte. Prominenter Gegenkandidat ist der ehemalige italienische Ministerpräsident Guilio Andreotti. Der 87-jährige hatte sich vom scheidenden Regierungschef Silvio Berlusconi überzeugen lassen, für das Mitte-Rechts-Bündnis im Senat anzutreten.