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In Italien ist die Wahl eines neuen Senatspräsidenten in der Nacht abgebrochen worden

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In Italien ist die Wahl eines neuen Senatspräsidenten in der Nacht abgebrochen worden

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Am späten Vormittag sollen nun die Senatoren erneut zur Urne schreiten. Auch nach der Wiederholung des zweiten Wahlganges kurz nach Mitternacht konnte kein Sieger ermittelt werden. Der Kandidat des Mitte-Links-Bündnisses um Romano Prodi konnte nicht die erforderliche absolute Mehrheit erringen.Franco Marini erhielt 161 Stimmen und verfehlte den Sieg damit um genau eine Stimme. Gegenkandidart Giulio Andreotri kam auf 155 Stimmen. Der Urnengang im Senat gilt als Bewährungsprobe der Unione-Allianz um den designierten Regierungschef Prodi. Die Probleme des Bündnisses, den eigenen Kandidaten durchzubringen, sehen viele Beobachter als Zeichen der Schwäche und innerer Zerwürfnisse bei Unione. Das Bündnis verfügt im Senat nur über einen hauchdünnen Vorsprung von zwei Sitzen gegenüber der Mitte-Rechts-Koalition von Silvio Berlusconi. Bei der Auzählung der Stimmen im wiederholten zweiten Wahlgang hatten es zunächst nach einem Sieg Marinis ausgesehen. Auf einem Stimmzettel war jedoch der Name des 73-jährigen nicht korrekt vermerkt gewesen. Er wurde deshalb für ungültig erklärt.