Eilmeldung

Eilmeldung

Mit "Volkshandelsvertrag" gegen Washingtons Freihandelszone

Sie lesen gerade:

Mit "Volkshandelsvertrag" gegen Washingtons Freihandelszone

Schriftgrösse Aa Aa

Kuba, Venezuela und Bolivien haben einen Handelsvertrag geschlossen, der sich audrücklich gegen die US-Pläne zur Schaffung einer pan-amerikanischen Freihandelszone richtet. In Havanna empfing der kubanische Staatschef Fidel Castro dazu seine Amtkollegen: Hugo Chavez aus Venezuela und Evo Morales aus Bolivien.

Morales bezeichnete das Abkommen als wichtige Massnahme zur Lösung sozialer Probleme in den drei Ländern. Es gehe hier zudem um die Frage der Einheit und Integrität von Lateinamerika. Der sogenannte Volkshandelsvertrag sieht vor allem eine Erhöhung der venezolanischen Öl- und Gasexporte nach Bolivien vor. Morales zeigte sich hoffnungsvoll, dass sein Land durch das Abkommen die gegenwärtige wirtschaftliche Krise überwinden kann. Im Rahmen des Handelvertrages sollen auch die Zollbeschränkungen zwischen den Unterzeichnerländern beseitigt werden. Castro sagte, er gehe davon aus, dass bald weitere Länder Lateinamerikas dem Abkommen beitreten werden.