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Mladic-Ultimatum läuft ab - Keine Anzeichen für Auslieferung

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Mladic-Ultimatum läuft ab - Keine Anzeichen für Auslieferung

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Trotz des Ablaufs einer Frist der Europäischen Union zur Auslieferung von Ratko Mladic gibt es in Serbien keinerlei Anzeichen für eine bevorstehende Festnahme des Ex-Generals. Mladic wird wegen Kriegsverbrechen gesucht. Die EU hatte verlangt, daß Belgrad den früheren Armeechef der bosnischen Serben bis Ende April ausliefert. Andernfalls will die EU die für den 11. Mai angesetzte Verhandlungs- runde mit Serbien verschieben.

Der EU-Erweiterungskommisar Ollie Rehn erklärte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Belgrader Zeitung Politika, die Komission werde nach Konsultationen mit dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal im Haag am 3. Mai über das weitere Vorgehen entscheiden. Der serbische Außenminister Vuk Draskovic, der in der vergangen Woche mit dem Erweiterungskommissar zusammengekommen war, beklagte im Belgrader Sender B92, daß Mladic und andere angeklagte Kriegsverbrecher, die auf der Flucht sind, die “eigentlichen Chefs” des Belgrader Verhandlungsteams mit der EU seien. Sie entschieden über den Verflauf der Verhandlungen.