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Maifeiertag - Tag der Arbeit ohne Arbeit

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Maifeiertag - Tag der Arbeit ohne Arbeit

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Wir schreiben den 1. Mai – Vor 150 Jahren war es noch längst kein Feiertag, den man heute so gern zu Familienausflügen nutzt. Am 1. Mai 1886 begann im Norden der USA ein Generalstreik zur Durchsetzung des 8-Stundentages. Er endete mit Aufruhr und Hinrichtungen.

Weltweit wurde der 1. Mai zu einem der symbolträchtigsten Tage der Arbeiterbewegung. Bis zum friedlichen Defilieren war es jedoch noch ein weiter Weg: 800 Maidemonstranten wurden 1906 in Frankreich inhaftiert. Doch die Massenstreiks und Demonstrationen zeigten Wirkung: 1936 führte die französische Regierung den regulären Tarifvertrag und bezahlten Urlaub ein. Die Nationalsozialisten in Deutschland instrumentalisierten zur gleichen Zeit den Maifeiertag zu eigenen Zwecken: Er wurde zum Tag der nationalen Arbeit. In der Bundesrepublik sollte der 1. Mai vor allem durch die 68er Bewegung einen neuen Charakter bekommen: Hier die Demo der Gewerkschaften, dort die Störaktionen der außerparlamentarischen Opposition, mit der Forderung nach den gesellschaftlichem Wandel. Ankunft in der Gegenwart: Der erste Mai 2006. Demonstrationen gibt es nach wie vor. Schön friedlich meistens wie hier in Fuinnland.