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Massenproteste von Einwanderern in den USA

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Massenproteste von Einwanderern in den USA

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Hunderttausende von Einwanderern sind am Tag der Arbeit in den USA auf die Straße gegangen. In New York und mehr als sechzig anderen Städten protestierten sie gegen Diskriminierung und verlangten volle Rechte. Der 1. Mai ist hier kein Feiertag; die Einwanderer sollten trotzdem nicht zur Arbeit gehen, nichts einkaufen und auch nichts verkaufen. Das sollte zeigen, wie wichtig auch die vielen illegalen Einwanderer für Amerikas Wirtschaft sind.

Unter den Demonstranten reichte die Stimmung von kampfbereit bis ängstlich: Einer sagt: “Wenn man uns heute nicht unterstützt, bekommen wir nie etwas, auch keine Selbstachtung.” “Wenn wir heute nicht arbeiten,” macht sie sich Sorgen, “haben wir vielleicht morgen keinen Job mehr.” Und dieser Mann aus Ecuador sagt: “Wir kämpfen nicht gegen Ehre und Würde dieses Landes. Wir lieben es, es hat uns eine Heimat gegeben. Aber es muss unsere Rechte achten.” In den USA leben schätzungsweise elf Millionen Menschen ohne Aufenthalts-Erlaubnis. Das Abgeordnetenhaus will illegale Einwanderung jetzt zur Straftat machen. Die zweite Parlamentskammer, der Senat, berät zur Zeit noch über eine mögliche Verschärfung der Einwanderungsgesetze.