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Deutsche Irak-Geiseln nach Freilassung auf dem Weg in die Heimat


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Deutsche Irak-Geiseln nach Freilassung auf dem Weg in die Heimat

99 Tage Geiselhaft im Irak sind endlich vorbei: Heute Nachmittag kehren René Bräunlich und Thomas Nitzschke nach Deutschland zurück. Die beiden Ingenieure aus der Leipziger Gegend waren Ende Januar entführt worden; gestern kamen sie auf freien Fuß. Einzelheiten sind unbekannt, etwa ob Lösegeld gezahlt wurde oder wer die Entführer waren.

In Leipzig ist die Erleichterung besonders groß: An der Nikolaikirche wurden für die Geiseln regelmäßig Mahnwachen abgehalten. Um so mehr freut sich jetzt Pfarrer Christian Führer: “Also wunderbar: Die Geiseln sind frei, Gott sei Dank. Wir haben so lange dafür gebetet und darum gehofft, dass das einfach ein wunderbares, ein ungeheures Gefühl der Erleichterung und der Dankbarkeit ist: dass dieses – morgen würden es ja hundert Tage – dieses lange Martyrium der Tag- und Nachtangst zu Ende ist.” Bräunlich und Nitzschke waren im Irak für die sächsische Firma Cryotec. Sie sollten in einer Raffinerie eine Anlage übergeben. Freude auch bei Firmenchef Peter Bienert: “Es ist ein hervorragendes Gefühl, ein schon glückliches Gefühl. Aber ich glaube, das richtige Glück begreifen wir jetzt in diesen ersten – in dieser ersten Stunde, in diesen ersten Minuten noch gar nicht.” Da sind die Fußballer von Grün-Weiß Miltitz schon weiter: Der Verein von René Bräunlich feierte die gute Nachricht sofort und freut sich auf einen seiner besten Spieler.
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