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Tschad: vorerst niedrige Wahlbeteiligung bei den Präsidentschaftswahlen

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Tschad: vorerst niedrige Wahlbeteiligung bei den Präsidentschaftswahlen

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Im Tschad wird heute ein neuer Präsident gewählt. Idriss Déby bewirbt sich für eine dritte Amtszeit. Den vier Gegenkandidaten werden nur geringe Chancen eingeräumt. Déby steht seit einem Putsch vor sechzehn Jahren an der Spitze eines der ärmsten Länder der Welt. Eine vor einem Jahr verabschiedete Verfassungsänderung erlaubt es ihm, sich erneut zur Wahl zu stellen.

Zunächst zeichnete sich eine niedrige Wahlbeteiligung ab. Insgesamt sind knapp sechs Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Opposition wirft Déby Vetternwirtschaft und Korruption vor. Sie boykottiert die Wahl. “Es ist unmöglich, der Präsident zeigt keine Verantwortung für sein Land,” so einer ihrer Führer, “die Veranstaltung kann man doch nicht mehr “Wahl” nennen. Deswegen haben wir es abgelehnt, überhaupt daran teilzunehmen.” Zwischen dem Tschad und dem Sudan besteht zudem ein langjähriger Konflikt. Die Regierung in N’dschamena wirft dem Nachbarland vor, die Rebellen im Tschad zu unterstützen. Diese drohten unterdessen der Bevölkerung, sie würde ihr Leben aufs Spiel setzen, wenn sie zur Wahl ginge.