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Clearstream: Villepin äußert sich zu Vorwürfen

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Clearstream: Villepin äußert sich zu Vorwürfen

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In der Verleumdungsaffäre um den französischen Premierminister wächst der Druck auf Dominique de Villepin. Ihm wird vorgeworfen, Anfang 2004 einen Geheimdienstmitarbeiter auf Innenminister Nicolas Sarkozy angesetzt zu haben, um diesem zu schaden. Mit Blick auf dieses Treffen machte de Villepin deutlich, der Name von Nicolas Sarkozy sein nicht in Verbindung mit angeblichen Affären gefallen; er sei in seiner Funktion als Innenminister genannt worden.

Französische Medien berichten jedoch das Gegenteil. Demnach habe sich de Villepin mehrfach nach dem angeblichen Geheimkonto seines innerparteilichen Rivalen erkundigt. Der Name Sarkozy soll nachträglich auf eine Liste mit Schwarzgeldkonten bei der Luxemburger Abrechnungsstelle für Börsengeschäfte “Clearstream” eingetragen worden sein. De Villepin erklärte: “Ich will nur klar machen, dass man nicht einige aktuelle Argumentationen auf die Vergangenheit übertragen kann, genau so wenig wie angebliche Rivalitäten von heute. Man kann nicht mit der Sicht von heute erklären, was 2004 passiert ist.” Im Zuge der so genannten Clearstream-Affäre ist de Villepin stark angeschlagen. Seine Umfragewerte sind gesunken, Forderungen nach seinem Rücktritt wurden laut – was der Premierminister jedoch kategorisch ausschließt.